Clean Food Tipp: Frühling ist Erdbeerzeit!

Erdbeeren sind nicht nur lecker, sondern ideal für eine Frühlingskur, die Spaß macht. Sie entschlacken, liefern viele Vitamine und haben eine geringe Kaloriendichte. Das bedeutet, dass wir uns an Erdbeeren richtig satt essen dürfen.

Sie haben im glykämischen Index einen niedrigen Wert, steigern also den Blutzucker nur unerheblich. Damit sind sie auch für Diabetiker eine schöne Möglichkeit, Obst zu essen. Auch für eine kohlenhydratarme Ernährung sind sie wie geschaffen. Mit etwa 5,5g KH pro 100g können 150g Erdbeeren ohne Sorge gegessen werden. Mit einem Wert von 1 für die glykämische Last sind sie wirklich ein unbeschwerter Genuss. – Die glykämische Last sagt, wie hoch die Kohlehydratdichte eines Lebensmittels ist. Und mit einem Wert von 1 ist die Erdbeere kaum zu unterbieten.

Jetzt spätestens ist klar, was die Erdbeere so wunderbar geeignet macht, uns beim Schlankwerden oder Schlankbleiben zu unterstützen. Sie stillt den Appetit auf Süßes, liefert dabei Vitamine und Mineralstoffe und hält den Blutzucker stabil. Daher sind Erdbeeren auch sättigender als beispielsweise eine Mango mit einer glykämischen Last von 57.

Weniger schön sind die Symptome einer allergischen Reaktion auf Erdbeeren. Dabei haben aber viele Menschen die Erfahrung gemacht, dass sie Walderdbeeren ungestraft essen können und manchmal auch Erdbeeren aus dem eigenen Garten. Das spricht sehr dafür, dass viele allergische Reaktionen nicht durch die Frucht, sondern durch die Spritzmittel ausgelöst werden – oder im Zusammenwirken. Wer weiß, dass er auf Erdbeeren allergisch ist, sollte jedenfalls lieber auf andere Früchte ausweichen. Da die meisten Erdbeeren aus dem Supermarkt sehr stark behandelt sind, sollte man genau prüfen, was man kauft.

Besonders Erdbeeren aus Spanien sind oft stark mit Herbiziden belastet. Da sie ohnehin oft zu früh gepflückt sind und von starktragenden, gewerbsmäßig genutzten Sorten stammen, lohnt es wirklich, zu warten, bis Erdbeeren auf den Erzeugermärkten auftauchen. Selbst pflücken auf Erdbeerfeldern ist eine schöne Sache, doch auch da sollte man vorher genau nachfragen, wie die Erdbeeren behandelt wurden.

Die beste Erdbeere ist allemal die selbstgezogene. Auch, wer keinen Garten hat, kann durchaus lohnende Erträge auf der Fensterbank und auf dem Balkon erzielen. Dabei kann man dann Sorten auswählen, die im gewerbsmäßigen Anbau untypisch sind – und aromatischer.

Besonders die Sorte Ostara, die man als Jungpflanzen gerade jetzt kaufen kann, liefert nicht nur sehr leckere Beeren, sondern sie trägt auch über die übliche Erdbeerzeit hinweg bis in den Herbst. Ich habe im vergangenen Jahr eine einzelne, zartrote Beere noch im Dezember aus dem Kelch gedreht.

Weitere sehr empfehlenswerte Sorten sind Mieze Schindler, Mieze Nova, Korona und die allgegenwärtige Senga Sengana.

Wer also auf Selbstversorgung umsteigen, oder auch nur seinen Speisezettel mit eigener Ernte aufbessern will, sollte jetzt pflanzen. Die jungen Pflänzchen sind mit einem durchschnittlichen Preis von 1,80€ auf Erzeugermärkten zu bekommen.

In Gartenmärkten oder manchmal Baumärkten gibt es auch einige Sorten, meist Senga Sengana, jedoch ist hier die Gefahr deutlich höher, sich Mehltau einzuschleppen.

Es lohnt sich, auf die Erdbeerzeit vorbereitet zu sein: Wer selbst anbaut, weiß, was auf den Tisch kommt und spart Geld.

 

Achtung gilt beim Pflücken von Walderdbeeren:

a) Bitte den Tieren etwas übrig lassen!

b) Die Früchte können mit Fuchsbandwurm verunreinigt sein – immer in warmem Wasser waschen!

 

Übrigens: Auch Walderdbeeren kann man inzwischen als Pflänzchen oder Samen kaufen und so unglaublich leckere Früchte ernten.