Clean Food Tipp: Walderdbeeren im Mai

Nicht jeder hat das Glück, selbst Walderdbeeren pflücken zu können. Doch es gibt inzwischen Sorten, die der Walderdbeere geschmacklich schon recht nahe kommen. Dabei sind unsere Gartenerdbeeren nicht einmal die Nachfahren der Walderdbeere, sondern stammen aus Südamerika.

Walderdbeeren sind zurzeit auf den Erzeugermärkten als Jungpflanzen zu haben. Es lohnt sich, einige Pflänzchen auf den Balkon oder in den Kasten auf der Fensterbank zu setzen – auch wenig Beeren können Gerichte deutlich aufwerten.

Ideal ist: Zarter, warmer Ziegenkäse mit Thymian und ein paar Walderdbeeren!

Walderdbeeren schmecken als Topping, pur und als Krönung kleiner Desserts.

Bis die Walderdbeeren reif sind, vergeht noch einige Zeit. Bis dahin sind die ersten Kulturerdbeeren reif. Auf meinem Balkon erröten sie gerade – das kalte Pfingstwetter behagt ihnen wenig.

Um eine gute Ernte zu haben und Schimmel zu vermeiden, sollten die Beeren darauf kontrolliert werden, dass sie frei hängen können und, falls sie den Boden berühren, einen sauberen Untergrund vorfinden. Deswegen mulchen viele Erdbeerfarmen mit Stroh. Ich ziehe es vor, die Erdbeeren in Pflanztaschen vertikal anzupflanzen. Damit gewinne ich viel Platz und die Beeren berühren nicht den Boden, können gut reifen und faulen nicht.

Pflanztaschen sind für unter 20 € im Fachhandel zu bekommen und nehmen je 6 bis 12 Pflanzen auf.

Eine andere gute Methode, Erdbeeren zu kultivieren, sind Hängekörbe. Nicht nur hängende und rankende Sorten gedeihen darin gut. Wer weder Balkon noch Fensterbank nutzen kann, kann in der Küche am manchmal offenen Fenster in Hängekörben erfolgreich Erdbeeren ziehen und eine bescheidene, aber leckere Ernte einfahren.

Erdbeerblätter können von noch nicht blühenden Pflanzen genommen werden, um Mischtees zu bereichern. Traditionell dienen Erdbeerblätter zur Verbesserung des Aussehens der Haut. Der Mai ist nicht günstig, um viele Blätter zu ernten, da die Pflanzen Kraft zum Blühen und Tragen brauchen, aber gelegentlich ein Blatt in den Teebecher zu geben, das geht immer. Der selbstversorgende Haushalt greift immer auf das zu, was da ist. Ein schönes Erdbeerblatt kann übrigens auch für die Dekoration der Teller genommen werden, wenn man Erdbeercarpaccio macht:

Dazu pro Person sechs vollreife Erdbeeren in feine Scheiben schneiden, auf einem Teller überlappend anrichten, leicht mit schwarzem Pfeffer bestäuben und mit einer kleinen Sahnehaube verzieren.

 

 

 

, ,