Clean food und clean eating

Clean eating bzw. Clean food ist ein neuer Trend, der aus den USA zu uns herüberschwappt.

Die Reichen und Schönen Hollywoods haben clean eating ebenso für sich entdeckt, wie die ökologisch Interessierten.

Doch was bedeutet clean eating wirklich?

Ist es nur eine weitere Modeerscheinung, die bald von neuen Trends abgelöst werden wird? Wie durchdacht ist das Konzept? Ist es teuer, danach zu leben? Ist es aufwendig? Was braucht man dazu?

Und ist es bürotauglich?

Clean eating ist vor allem eines:

Das Bewusstsein, dass wir gesünder leben, wenn unsere Nahrungsmittel von Höfen, Feldern und aus Gärten kommen und nicht von der verarbeitenden Industrie.

Clean eating ist die Erkenntnis, dass der Körper eine ausgewogene Mischung aus Gemüse, Eiweiß und Fett braucht.

Empfohlen werden dabei sechs kleine Mahlzeiten pro Tag.

Clean eating fördert das Bewusstsein dafür, dass wir Teil einer Natur sind, die wir nur erhalten können, wenn wir verantwortungsbewusster essen, als es im 20. Jahrhundert üblich war.

Trotzdem ist es auch eine Bewegung, die Wert darauf legt, dass Essen Genuss ist und nicht zur Besessenheit werden soll.

Clean bedeutet im Zusammenhang mit Essen also: überwiegend regional erzeugt, ausgewählt nach dem, was gerade reif ist, ebenso mit Rücksicht auf Tier und Umwelt ausgewählt, wie auch fair gegenüber den Erzeugern.

Anders als viele andere Ernährungsweisen ist diese leicht umzusetzen und einzuhalten. Es gibt beispielsweise viele Möglichkeiten, leckeres Essen mit ins Büro zu nehmen. Mahlzeiten lassen sich leicht zubereiten und machen satt.

Und mit clean eating nimmst du fast automatisch ab.

 

Abnehmen mit clean eating

erscheint 2016

 

Weshalb nimmt man ab, wenn man die Ernährung auf frische und weitgehend unverarbeitete Kost umstellt?

Das erklärt sich leicht, wenn man einmal verstanden hat, was uns heute in den Industrieländern dick macht:

Nahrung, die unreif gepflückt und transportiert wird.

Nahrung, die vielen Verarbeitungsprozessen unterzogen wird, bei denen auch Stoffe zugemischt werden, die in Essen nichts zu suchen haben.

Fleisch, das in Massentierhaltung erzeugt wurde und das von Tieren stammt, die mit Hormonen behandelt wurden, damit sie schnell Gewicht zulegen – was wir dann auch tun.

Nahrung, die chemisch in einer Form verändert wurde, die den Körper dazu bringt, Fett einzulagern oder den Stoffwechsel herunterzufahren – zum Beispiel Transfette.

Nahrung, die mit Appetit-lockenden Stoffen angereichert wurde – beispielsweise mit Glutamat.

Essen, das nur wenig Ballaststoffe enthält und damit eine schnellere Aufnahme von Kohlenhydraten ermöglicht – was zu deren Einlagerung als Fett führt.

Essen das nicht mehr die Mineralstoffe, Enzyme und Vitamine enthält, wie in früheren Zeiten, weil die Ackerböden erschöpft sind und Obst und Gemüse zu lange liegen, zu stark erhitzt werden usw.

Diese Aufzählung ist nicht vollständig, zeigt aber, weshalb Clean eating uns hilft, abzunehmen:

Frisch zubereitetes Essen aus wenig verarbeiteten Lebensmitteln verbessert den Stoffwechsel, hilft, Fett abzubauen bzw. wenig einzulagern, verlangsamt die Aufnahme von Kohlenhydraten und versorgt den Körper mit lebenswichtigen Enzymen.

 

Ist Clean eating denn dann auch für Menschen geeignet, die gar keinen Kraftsport absolvieren und auch kein Model werden wollen?

Ja, denn Clean eating ist zwar aus der Fitness-Szene heraus entstanden, doch nicht umsonst stammen viele neue Ernährungstrends von Menschen, die sich beruflich mit Fitness und Kraftsport beschäftigen – sie sind nämlich daran interessiert, sich langfristig gesund zu ernähren, leistungsfähig zu sein und gut auszusehen – und dass, ohne beim Abnehmen Muskelmasse zu verlieren.

Das ist nämlich der Nachteil vieler anderer Diäten:

Zunächst verliert man nur Wasser.  Das führt zu verfrühten Hoffnungen. Man denkt, man würde abnehmen, verliert aber Wasser, weil viele Diäten diuretisch wirken, also die Urinausscheidung fördern. Dann verliert man Fett und Muskelmasse. Das ist die Wirkung kalorienreduzierter Diäten. Der Körper merkt, dass er weniger Energie erhält und baut Muskelmasse ab, um die Proteine zu verwerten. Dadurch werden die Muskeln schlaff. Wird auch noch Fett in der Diät verboten oder stark reduziert, sackt die Haut und wird faltig. Sie kann Wasser nämlich nur durch Fett halten.

Das alles passiert bei Clean eating nicht.

Es werden genügend Proteine gegessen und genügend Fett. Und trotzdem nimmt man ab.

Was kann man bei Clean eating als Abendessen zubereiten?

Abends stehen Proteine auf dem Speiseplan. Dazu gibt es Gemüse. Auch ein kleines Dessert darf sein.

Beispielgerichte:

Spinat mit Schafsmilchfeta (vegetarisch)

Ofengemüse (Vegan)

Caprese (Tomaten mit Mozarella und Tomate, sowie Basilikum mit Olivenöl.) (Vegetarisch)

Huhn mit Zitronensoße und Lauch

Spargel mit Butter und Kerbelrührei …

Was gibt es zum Frühstück?

Reno Tosca bevorzugt Haferbrei, isst aber auch Eier in allen Formen von Spiegelei bis Frittata.

Wir lassen Gluten am liebsten weg (dazu mehr unter diesem Stichwort).

Daher gibt es zum Frühstück Gemüsefrittata, oder Beeren mit Leinsamen, Dickmilch mit Erdbeeren, selbstgebackenes Brot, Hanfmüsli … Auf der Rezeptseite wirst du sehen, dass die Auswahl groß ist und je nach Wochentag schnelle Gerichte bereithält, aber auch Gerichte, die länger dauern dürfen und sich für einen ausgiebigen Brunch eignen.

Das Mittagessen ist meist das Problem

Zu Mittag essen wir meist auf der Arbeit. Wie kann man clean eating so verwirklichen?

Besonders schwierig wird das in einer Kantine.

Wer selbst etwas in einer kleinen Küche zubereiten kann, kann leicht clean essen. Ebenso, wer sein Essen vorbereitet und mitbringt.

Beim schnellen Sprint zum nächsten Lokal, kann es ebenfalls schwierig werden.

Was tun?